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Ezechiel/Hesekiel
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  • DER PROPHET EZECHIËL (HESEKIËL)
  • Hes 28,1-19

Gegen die Überheblichkeit des Königs von Tyrus

281Das Wort des HERRN erging an mich, er sagte:

2»Du Mensch, sag zum Herrscher von Tyrus: 'So spricht der HERR, der mächtige Gott: Du bildest dir etwas ein auf deine große Macht. Du behauptest: Ein Gott bin ich; wie ein Gott throne ich auf meiner Insel mitten im Meer! Du hast dich zum Gott erklärt, obwohl du doch nur ein Mensch bist.

3Du bist zwar weiser als der berühmte Daniel,A kein Geheimnis ist dir zu tief.

Siehe Anmerkung zu 14,14.

4-5Durch deine Klugheit blühte dein Handel, du bist reich geworden und hast deine Schatzkammern mit Gold und Silber gefüllt. Aber dein Reichtum ist dir zu Kopf gestiegen; du überhebst dich

6und stellst dich Gott gleich. Deshalb sage ich, der HERR:

7Ich führe Feinde gegen dich heran, die erbarmungslosesten der Völker; dann hilft dir deine ganze Weisheit* nichts mehr und deine Pracht wird in den Schmutz getreten.

8Du selbst musst hinunter zu den Toten; in deiner Festung mitten im Meer wirst du erschlagen.

9Wenn deine Mörder auf dich eindringen, wirst du dann auch noch sagen: Ein Gott bin ich? Du wirst ihnen so hilflos ausgeliefert sein wie irgendein Mensch.

10Fremde erschlagen dich, du erleidest einen schändlichen Tod. Ich habe es gesagt, der HERR, der mächtige Gott.'«

Nachruf zu Lebzeiten auf den König von Tyrus

11Das Wort des HERRN erging an mich, er sagte:

12»Du Mensch, stimme die Totenklage* an über den König von Tyrus! Sag zu ihm:

'So spricht der HERR, der mächtige Gott: Du warst die Vollkommenheit selbst, voll Weisheit* und erlesener Schönheit.

13In Eden*, dem Gottesgarten, lebtest du. Dein Gewand war mit Edelsteinen aller Art besetzt, mit Rubin, Topas, Jaspis, Chrysolith, Karneol, Onyx, Smaragd, Karfunkel und Lapislazuli. Mit Gold warst du geschmückt an dem Tag, an dem ich dich erschuf.

14Ich gab dich dem Wächter des Gartens, dem Kerub* mit den ausgebreiteten Flügeln, zum Gefährten; B du wohntest auf dem heiligen Götterberg* mitten unter feurigen Steinen.

Ich gab dich ...: mit veränderten Vokalen; H Du schützender Kerub mit den ausgebreiteten Flügeln, und ich hatte dich gemacht.

15Vollkommen hatte ich dich geschaffen und du bliebst es, bis du in Sünde fielst.

16Deine ausgedehnten Handelsgeschäfte verführten dich zu Erpressung und Unterdrückung; so wurdest du schuldig. Da verstieß ich dich vom Götterberg und der Wächter, der Kerub, schaffte dich aus der Mitte der feurigen Steine weg.C

und der Wächter ...: mit veränderten Vokalen; H und ich schaffte dich, du schützender Kerub, aus ... weg.

17Deine Schönheit hatte dich überheblich gemacht; aus lauter Eitelkeit hattest du deine Weisheit preisgegeben und warst zum Narren geworden. Deshalb stürzte ich dich auf die Erde hinunter und gab dich dem Spott der Könige preis.

18Durch das Unrecht, das du bei deinen Handelsgeschäften begingst, bist du schuldig geworden und hast deine Tempel entweiht. Darum habe ich Feuer in deiner Stadt ausbrechen lassen und sie niedergebrannt; wer jetzt vorbeikommt, findet nur noch Schutt und Asche.

19Alle Völker ringsum sind starr vor Entsetzen. Ein Bild des Schreckens bist du geworden, für alle Zeiten ist es um dich geschehen.'«

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Realisierung: Gute Botschafter GmbH

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